Homöopathischer Verein 1907 e.V. Weingarten/Baden

  • Homöopathischer Verein e.V. Weingarten/Baden
    Gesundheit ist nicht alles,
    aber ohne Gesundheit ist alles nichts
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Gesundheitstipps & Infos

Erkältung, Husten, Schnupfen, Heiserkeit

Homöopathie
Die Homöopathie verfügt über eine Vielzahl von Arzneien, die die Heilung von Erkältungserkrankungen unterstützen. Entscheidend sind die vorherrschenden Symptome, danach wird das Mittel ausgewählt. In der Regel eignen sich die Potenzen D4, D6 und D12 am besten. Einnahme in der Regel jede Stunde (hochakut) bis 2 x täglich (milde), 5 Globuli im Mund zerfließen lassen oder in ein wenig Wasser auflösen, mit einem Plastiklöffel umrühren, schluckweise trinken
  • Haben Sie plötzlich hohes Fieber und eine trockene Haut, ist Aconitum das Mittel der Wahl, anfangs stündlich 5 Globuli, bei Besserung täglich dreimal fünf.
  • Wenn die Haut dagegen feucht ist und Sie schwitzen und frieren, eignet sich Belladonna, anfangs stündlich 5 Globuli, nach Besserung 3 x täglich 5 Globuli.
  • Wer leichtes Fieber hat, um die 38 Grad, sich aber sonst wohlfühlt, sollte Ferrum phosphoricum bekommen, 5 x täglich 1 Tablette bzw. 5 Globuli.
  • Haben Sie vor allem Kopfschmerzen, also bei einer Kopfgrippe, kommt Gelsemium in Frage, 3 x täglich 5 Globuli.
  • Wenn Gliederschmerzen bestehen und das Fieber vor allem am Morgen hoch ist, am Abend jedoch nur gering, dann eignet sich Eupatorium perfoliatum alle 30 Minuten bis alle 4 Stunden.
  • Bei schmerzhaftem Brustkorb und trockenem Husten empfiehlt sich Bryonia, alle 1-6 Stunden.
  • Zur Grippe-Vorbeugung bei erkälteten Menschen verwendet man auch Influenzinum, eine Grippe-Nosode aus abgetöteten Influenza-Virusstämmen. Der homöopathisch tätige Behandler gibt dann die Nosode in der Potenz D30, und zwar nur 5 Globuli 1 x in der Woche. 
Welche Mittel passen zu welchen Beschwerden?
  • Fieber: Aconitum, Belladonna, Chamomilla, Gelsemium,
  • Folge von Kälte: Aconitum, Calcium carbonicum, Dulcamara, Ferrum phosphoricum (Otitis), Hepar sulfuris,
  • Folge von Nässe: Dulcamara,
  • Halsentzündung: Apis, Belladonna, Lac caninum, Mercurius, Nux vomica, Phosphorus,
  • Heiserkeit: Phosphorus, Spongia,
  • Husten: Aconitum, Drosera, Hepar sulfuris, Kalium sulfuricum, Spongia, Rumex,
  • Husten ohne Auswurf, trockene Schleimhäute: Bryonia, Spongia,
  • Mittelohrentzündung: Belladonna, Calcium carbonicum, Ferrum phosphoricum, Mercurius, Pulsatilla,
  • Nebenhöhlenentzündung: Belladonna, Hepar sulfuris, Kalium sulfuricum, Mercurius sol., Silicea,
  • Schnupfen, Grippe: Arsenicum album, Bryonia, Eupatorium perfoliatum, Pulsatilla.

Hausmittel „Grippe-Quickie“
Alle Zutaten werden als Smoothie zubereitet. Dieser Trunk eignet sich hervorragend bei akuten Infekten. Er wirkt wie ein naturheilkundliches Antibiotikum.
  • 5-7 Knoblauchzehen,
  • 1 rote Zwiebel,
  • Saft von 3 Zitronen, 
  • 1 TL gutes pflanzliches Bio-Öl (zur besseren Aufnahme der fettlöslichen Substanzen),
  • etwas Wasser,
  • evtl. 1 Apfel,
  • evtl. Ingwer + Honig nach Geschmack und Bedarf.
Alles pürieren, so dass eine cremige Flüssigkeit entsteht, und schluckweise oder in einem Zug trinken. Der Zaubertunk schmeckt etwas schräg, sehr sauer – ein Geschmackserlebnis der besonderen Art - aber er vertreibt Erkältungsviren. Gute Besserung!


Darmpflege, Darmreinigung

Homöopathische Einzelmittel
Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit!
  • Alumina: Bei hartem, trockenem, schwer gehendem Stuhlgang bringt "Alumina D6" Erleichterung.
  • Bryonia: mit Übelkeit bis zu Erbrechen zusammen mit dem Gefühl als läge ein Stein im Magen gleich nach dem Essen. Verstopfung und Durchfall wechseln sich ab. Trockenes Mundgefühl und großer Durst.
  • Okoubaka: Sodbrennen, Übelkeit und Blähungen mit Durchfall oder Verstopfung durch Nahrungsmittelunverträglichkeit oder verdorbene Speisen. Patient fühlt sich appetitlos, schwach und müde. Sehr geeignet auf Reisen, kann auch vorbeugend eingenommen werden.
  • Hydrastis canadensis: Dumpfes Drücken im Magen mit Schwächegefühl. Die Verdauung ist allgemein träge und langsam, häufig treten Verstopfungen auf. Leber- und Gallenfunktion sind gestört und gestaut.
  • Antimonium crudum: Unmittelbar nach dem Essen fühlt man sich wie ein Ballon aufgebläht. Brechreiz und Übelkeit, wechselseitig Verstopfung und Durchfall. Die Zunge zeigt einen dicken weißen Belag.
  • Chelidonium: Übelkeit nach fetthaltigem Essen. Fauliger Mundgeruch. Gelber Stuhlgang. Abwechselnd Verstopfung und Durchfall.
  • Magnesium chloratum: Harte Verstopfung, der Kot geht in Knollen ab, ist trocken. Schluckbeschwerden, als hätte sich im Hals etwas festgesetzt. Häufiger Schluckauf. Der Oberbauch ist verhärtet und vorgewölbt. Man stößt nach faulen Eiern oder Zwiebeln auf, muss teilweise erbrechen. Salz und Milch verursachen eine Beschwerdeverschlimmerung.
  • Nux vomica: Zu viele Genussmittel und Stress verursachen: Übelkeit mit Würgereiz, Sodbrennen, Völlegefühl, Blähungen, Reizmagen, Verstopfung, unvollständige Entleerung, gut bei Abususzuständen: zu viel Alkohol, zu viel Kaffee, zu viel schweres Essen.

Darmgetränk für morgens gleich nach dem Aufstehen
  • je ca. 1 Teil, z.B. je eine Tasse, Flohsamen, Leinsamen und Fenchel,
  • alles fein mahlen, am besten in einer kleinen elektrischen Kaffeemühle,
  • 3 Teelöffel dieser Mischung in einem großen Glas kaltes Wasser anrühren, etwas stehen lassen,
  • 1-3 x täglich dieses Getränk trinken. Es schmeckt wie kalter Fencheltee, also ganz gut.
Wirkung:
Die guten Ballaststoffe aus Flohsamen und Leinsamen sorgen dafür, dass sich eine dicke Schleimschicht im Darm bildet und diese schützt die oberste Schutzschicht des Darms, die Mucosa. Es handelt sich dabei nämlich um eine der für die Gesundheit wichtigsten Grenzflächen des Körpers, deren Schleim die Funktion hat, die inneren Gewebeschichten und Organe vor giftigen Substanzen und gefährlichen Eindringlingen zu schützen und der zu diesem Zweck spezielle Antikörper zur Verteidigung bereithält. Leider ist aber genau diese Schutzschicht selbst anfällig und verletzlich. Die Fenchelfrüchte wirken entblähend und entkrampfend auf die Darmwand (= karminativ).


Apfelpudding für den Darm
Das braucht man dafür:
  • Ca. 200 ml Apfelsaft (naturtrüb),
  • 1 geraspelter Apfel ohne Schale,
  • 3 geh. TL Flohsamenschalen.
Zubereitung
Alles zusammen am Abend vorher verrühren und in einem luftdichten Gefäß über Nacht quellen lassen. Eventuell etwas Zitronensaft dazu geben, je nach Geschmack. Der Apfelpudding wird am folgenden Tag über den Tag verteilt gegessen. Am nächsten Abend wieder frisch zubereiten. Den Apfelpudding besonders gründlich kauen.

Sinn und Zweck des Apfelpuddings
Die Flohsamenschalen wirken als Quellstoff im Darm. Die Pektine des Apfels wirken zusätzlich, denn sie sind wertvolle Ballaststoffe. Dieses ganze Gemisch wirkt als "Rohrputzer" von innen. Kotreste und Ballen sollen so "aufgeweicht" und abtransportiert werden.

Kefir-Leinsamen-Kur für den Darm
Um die Darmreinigung durchzuführen, benötigt man Leinsamen und Kefir und sollte täglich mindestens zwei Liter Wasser trinken. Die Zutaten sind kalorienarm und enthalten hochwirksame Nährstoffe, die die Gesundheit des Verdauungstrakts fördern. Damit über die Vorteile dieser beiden Zutaten keine Zweifel aufkommen, erklären wir diese anschließend im Detail.

Vorzüge von Leinsamen
Diese kleinen Samen zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Ballaststoffen und essentiellen Omega-3-Fettsäuren aus. Leinsamen enthält 40% Ballaststoffe, ein Drittel davon sind lösliche, der Rest unlösliche Ballaststoffe. Schon seit Langem wird Leinsamen zur Darmreinigung verwendet, denn er erleichtert die Darmentleerung. Die löslichen Ballaststoffe nehmen eine gelartige Konsistenz an und absorbieren einen Großteil der Schadstoffe. Gleichzeitig erhöhen die Schleimstoffe das Stuhlvolumen und machen diesen weicher, die Öle sind sehr gesund und bewirken, dass der Darminhalt besser durch den Darm transportiert und ausgeschieden werden kann. Darüber hinaus hat Leinsamen auch entzündungshemmende Wirkungen und hilft deshalb unterstützend in der Behandlung von Gastritis, Bauchschmerzen und Hämorrhoiden.

Vorzüge von Kefir
Kefir entsteht durch einen Gärungsprozess und enthält gesunde Bakterien, die für die Darmflora sehr vorteilhaft sind. Dieses kernige, weiße oder gelbliche Milchprodukt wird mit dem Kefirknollen, der einem kleinen Blumenkohl gleicht, produziert. Die darin enthaltenen Milchsäurebakterien, Hefepilze und Essigsäurebakterien helfen im Kampf gegen schädliche Organismen, die Infektionen verursachen könnten. Der regelmäßige Konsum von Kefir ist eine große Hilfe für die Darmgesundheit und eine gesunde Darmflora.

So geht es
Der Darmreinigungsprozess mit Leinsamen und Kefir sollte mindestens 21 Tagen dauern, in denen man auf überschüssiges Fett, Zucker und sehr säurehaltige Nahrungsmittel verzichten sollte.

Zutaten
  • 1/2 Glas Kefir (100–150 ml),
  • 1–3 Esslöffel Leinsamenmehl (10–30 g).
Anwendung
  • In der ersten Woche der Behandlung verspeisen Sie jeden Tag 100 ml Kefir mit 1 Esslöffel Leinsamenmehl.
  • In der zweiten Woche steigern Sie die Menge an Leinsamenmehl auf 2 Esslöffel.
  • In der letzten Woche werden täglich 150 ml Kefir mit jeweils 3 Esslöffeln Leinsamenmehl verzehrt.
Um die Resultate des Reinigungsprozesses zu optimieren, sollten Sie über den Tag verteilt mindestens 2 Liter Wasser trinken.

Wie Sie sehen können, ist es sehr einfach, den Darm zu reinigen. Es werden dafür keine aggressiven Medikamente benötigt. Wenn Sie diese Empfehlungen in die Praxis umsetzt, können Sie Ihre Darmgesundheit schützen und gegen verschiedene, ernstere Beschwerden vorbeugen.
Homöopathischer Verein e.V. Weingarten